Buddhismus

Im Folgenden finden Sie einige Informationen über den Buddhismus. Manche Menschen sind erstaunt, dass es beim Buddhismus keinen Gott gibt.

In dem folgenden Ausschnitt aus dem Text kommt das zum Ausdruck.

 

"Allerdings propagiert der Buddhismus dazu kein höheres Wesen, keinen Gott, ja nicht einmal eine Seele oder ein wie immer geartetes Prinzip hinter den vergänglichen Erscheinungen der Welt. Im Gegenteil, die Erkenntnis der Vergänglichkeit allen Seins (und des Fehlens eines beständigen Wesenskerns unserer selbst) ist gerade der Inhalt des Erwachens und somit der Weg zur Aufhebung des Leidens. »Wenn man nicht mehr im Mittelpunkt seines eigenen Lebens steht«, sagt Richard Gere, »ist man frei.«"

 

Ich selbst bin im Laufe meines Lebens zu der felsenfesten Überzeugung gekommen, dass der sicherste und beste Weg zu Gott im Himmel ein Leben nach der Lehre der römisch katholischen Kirche ist (siehe auch Seite:

http://www.gottundweltschwanitz.de/warum-röm-katholisch/ )

 

Unabhängig davon, ist mir persönlich der Buddhismus irgendwie zu "schwammig". Ich habe mich zwar nicht so tiefgehend damit befaßt. Aber das, was ich kenne, spricht mich nicht an. Beim Buddhismus gibt es keinen liebenden Gott, an den ich mich wenden kann und der mir hilft. Und am Ende des Lebens kommt das "Nichts", das Nirvana (wobei es noch Interpretations-Schwierigkeiten gibt, was Nirvana ist - eine Möglichkeit ist "Nichts").

 

Da ist der röm. katholische Glaube doch konkreter:

Es gibt einen Gott, der mich liebt. Sein Sohn Jesus Christus wurde Mensch und hat uns erlöst und uns den Weg zum Himmel frei gemacht, wohin wir kommen, wenn wir uns Gott zuwenden und uns bemühen, Seine Gebote zu halten ... weiter Informationen sind in meinem Online-Buch zu finden.

 

Ganz einfach gesagt:

"Nach meinem Tod möchte ich

nicht in das Nirvana "das "Nichts" kommen.

Nach meinem Tod möchte ich in den Himmel kommen!"

 

Der folgende Text über den Buddhismus ist entnommen von Zeit Online.

Informationen zum Text:

Von: U. Schnabel

Datum: 17.7.2007 - 11:03 Uhr

Quelle: DIE ZEIT, 15.03.2007 Nr. 12

Eine Religion ohne Gott

 

Der Buddhismus kennt weder Himmel noch Hölle. Nicht das ewige Leben verspricht er, sondern Erlösung durch Selbsterkenntnis.

 

Es mag Zufall sein, dass Deutschlands neuestes buddhistisches Zentrum ausgerechnet am »Luther-Stammort« im thüringischen Möhra entsteht – dort wo Martin Luthers Familie ihre Wurzeln hatte, wenige Kilometer von der Wartburg entfernt, auf der der Reformator einst die Bibel übersetzt hat. Doch einen gewissen Symbolwert hat es schon, wenn just am historischen Ursprung des Protestantismus nun tibetische Gebetsfahnen wehen. Und wenn aus Möhras ehemaligem Waldgasthof der »Karma Schedrub Tschöpel Ling« wird, der »Ort, an dem Buddhas Lehre durch Studium und Meditation verbreitet wird«, dann ist das für Besucher, die auf Luthers Spuren durchs Land reisen, zumindest gewöhnungsbedürftig.

 

Während die christlichen Kirchen im Lande an der Schwindsucht leiden, herrscht in Möhra Aufbruchsstimmung. Hier errichtet die aus Tibet stammende Karma-Kagyü-Linie ihr deutsches Schulungszentrum. Und die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisenden Anhänger repräsentieren eine Klientel, die in christlichen Kirchen eher durch Abwesenheit glänzt: junge, häufig gut ausgebildete Erwachsene, die nach spiritueller Orientierung suchen und dafür auch gerne bereit sind, an einem Renovierungswochenende selbst mit Hand anzulegen.

 

Noch sind deutsche Buddhisten ein Randphänomen. Doch der Zuwachs ist enorm. In den vergangenen 30 Jahren ist die Zahl buddhistischer Gruppen und Gemeinschaften in Deutschland von 15 auf über 600 hochgeschnellt. Die Karma-Kagyü-Linie ist dabei nur eine unter vielen. Schier unübersehbar ist die Vielfalt der Lehrer und Schulen. Und niemand kann genau sagen, wie viele Anhänger die sanfte Lehre des Buddha mittlerweile in Deutschland hat. Anders als im Christentum gibt es im Buddhismus keine »Kirche« im herkömmlichen Sinne, und nirgendwo sind die Gläubigen amtlich registriert. Das kommt dem allgegenwärtigen Trend zur Unverbindlichkeit durchaus entgegen. Die Deutsche Buddhistische Union, ein Dachverband aller Gruppen, geht derzeit von rund 250000 aktiven Buddhisten in Deutschland aus; etwa die Hälfte davon sind eingewanderte Asiaten, die ihren Glauben aus der Heimat importiert haben.

 

Der Buddhismus gilt als friedfertig und undogmatisch, stressreduzierend und persönlichkeitsstabilisierend – kurzum: als ideale Religion postmoderner Individualisten. Das mag die westliche Faszination für die viertgrößte Weltreligion erklären. Das Oberhaupt der tibetischen Gelugpa-Schule, der Dalai Lama, erscheint vielen Deutschen gar als »weisester Mensch der Gegenwart«. In einer Umfrage der Zeitschrift Geo landete der stets freundlich lächelnde Tibeter vor vier Jahren unangefochten auf Platz eins – weit vor anderen Konkurrenten wie dem damaligen Papst Johannes Paul II., Nelson Mandela oder Stephen Hawking. Sein Schüler, der Schauspieler und Frauenschwarm Richard Gere, avancierte unterdessen zu Hollywoods bekanntestem Buddhisten. Dank ihm wird das Thema mittlerweile sogar auf die Titelseiten von Illustrierten gehoben.

  

Doch stimmen die werbewirksamen Klischees? Ist der Buddhismus so friedfertig, wie er scheint? Und offeriert er dem westlichen Sinnsucher tatsächlich eine zwanglose, individuell anpassbare Spiritualität, die sich, wie der Spiegel mutmaßt, hauptsächlich zur »Selbstoptimierung« eigne?

  

Die Rezeption des Buddhismus im Westen war von Anfang an von Missverständnissen und Fehlschlüssen begleitet. Mal gaben sie Anlass zur Verklärung, mal zu herablassender Verachtung. Als im 19. Jahrhundert der Buddhismus in Europa bekannt wurde (in Deutschland im Wesentlichen durch Arthur Schopenhauers Rezeption der buddhistischen Philosophie), entstand das Klischee einer weltverneinenden, pessimistischen Religion. Zugleich bestritten viele Forscher, dass es überhaupt einen historischen Buddha gegeben habe. Dessen Lebensbeschreibungen wurden als Mythos interpretiert, seine Lehrreden hielt der Indologe Richard Otto Franke für »fade Schwätzerei und wirren Unsinn«. Die Gelehrten konnten sich kaum vorstellen, dass außerhalb Europas eine weltreligiöse Tradition existieren sollte, die älter als jene des Abendlandes war.

 

»Eine kulturelle Tradition ist wie eine Brille, die aufgesetzt wird, um zu sehen. Aber sie lässt nur sehen, was im Fokus der Brille zu sehen möglich ist«, sagt der Münchner Religionswissenschaftler Michael von Brück. Die Missverständnisse beginnen schon mit der Sprache: Wie übersetzt man altindische Begriffe wie »Nirvana«, für die es im Deutschen schlicht keine Entsprechung gibt? Und was soll man davon halten, wenn im Pali-Kanon, einer Sammlung von Buddhas Lehrreden, ernsthaft die Frage diskutiert wird, ob das Nirvana nun Sein, Nichtsein, beides oder keines von beidem bedeute – worauf der Buddha noch einen draufsetzt und alle vier Möglichkeiten verneint?

 

Man kann verstehen, dass dies einem braven deutschen Gelehrten wie »wirrer Unsinn« erscheinen muss. Aus buddhistischer Sicht soll damit allerdings ausgedrückt werden, dass das Nirvana, der angestrebte Zustand der Befreiung, jenseits begrifflicher Denkmuster liegt und sich mit der Ratio eben gerade nicht erfassen lässt.

 

Entschlüsselt werden müssen auch die Mythen der buddhistischen Tradition, etwa wenn die Lebensgeschichte des Gründers – wie in allen Religionen – glorifizierend ins Wundersame enthoben wird. Gautama Siddharta sei ein Königssohn gewesen, so berichtet die Legende, der abgeschirmt in einem Palast aufgewachsen sei. Erst bei vier legendären Ausfahrten sei der verwöhnte Königssohn dann mit Alter, Krankheit, Tod und einem heiligen Asketen konfrontiert worden, was ihn selbst zum spirituell Suchenden und Bettelmönch werden ließ.

 

Tatsächlich gehörte Gautamas Sippe, die Sakyas, vor 2500 Jahren zur herrschenden Kriegerkaste. Allerdings hatte die Republik Sakya im Norden Indiens bereits ihre Souveränität an den aufstrebenden Nachbarstaat verloren, und Gautamas Vater war nur noch eine Art Zivilverwalter, der sich um Steuereinnahmen und Rechtspflege zu kümmern hatte.

 

Buddha ist ein Zustand, den jeder erreichen kann

 

Damals erschütterten dramatische Veränderungen die Gesellschaften in Nordindien. Die Nomaden in den Vorgebirgen des Himalaya wurden von Ackerbau-Kulturen aus den Tiefebenen verdrängt, jahrhundertealte Normen gerieten ins Wanken. Während die alten Nomaden-Götter zunehmend obsolet wurden, entstand eine Vielzahl neuer mythischer und philosophischer Welterklärungen. Quasi an jeder Straßenecke konnte man einen »Sramanen« treffen, einen »hauslosen Wanderer«, der von Spenden lebte und dafür sein System der Erlösung verkündete (ähnlich wie 500 Jahre später in Palästina ein hausloser Wanderer namens Jesus das Christentum begründete).

 

Gautamas Sippe wusste, dass ihre verbliebene Macht auf tönernen Füßen stand. Das »muss sich in einer Existenzangst niedergeschlagen haben, einem Gefühl, nichts mehr gewinnen, aber alles verlieren zu können«, schreibt der Buddhismus-Forscher Volker Zotz. Kein Wunder, dass das Thema der Vergänglichkeit in Gautamas Bewusstsein rückte. Dazu brauchte es gar keiner Ausfahrten. Auch die Entscheidung, ein hausloser Wanderer zu werden, war damals nichts Besonderes. Das Ergebnis der jahrelangen Suche Gautama Siddhartas war jedoch mehr als ungewöhnlich.

 

Nachdem er eine ganze Reihe der damaligen Erlösungslehren erprobt hatte, verwarf er den Lehrschriften zufolge am Ende sämtliche Extreme – sowohl das weltliche Wohlleben als auch die leidvolle Askese – und erprobte den »Mittleren Weg«: eine aufmerksame und gleichmütige Betrachtung des eigenen Selbst, die Gefühle und Gedanken nicht negiert, sondern sie als vorübergehende, vergängliche Phänomene entlarvt. In extenso praktiziert, führte ihn diese Methode schließlich zur Erkenntnis, dass zwar alles Leben leidvoll ist, dass das Leid aber keine Realität an sich hat, sondern nur in unserer Wahrnehmung existiert und daher überwunden werden kann.

 

Dies ist, auf Knappste zusammengefasst, der Kern der berühmten »Vier edlen Wahrheiten«, deren Erleben und Durchdringen Gautama zum »Erwachten« (Sanskrit: Buddha) machten. Anders als das Christentum ist der Buddhismus also keine Offenbarungs-, sondern in erster Linie eine Erfahrungsreligion. Und der Begriff »Buddha« bezeichnet keine ferne Gottheit, sondern jeden Menschen, der die Erfahrung Gautamas nachvollzogen hat und seinem Menschsein vollständig auf den Grund gegangen ist.

 

Allerdings – um das populärste Missverständnis auszuräumen – geht es in der buddhistischen Praxis nicht darum, etwas Besonderes zu erhalten (etwa »heilige« Fähigkeiten), sondern vielmehr darum, etwas zu verlieren – nämlich die Anhaftung an die eigenen Wünsche und Begierden. Denn diese sind es, die Leid erzeugen. Nur wer das ständige Kreisen um das eigene Ego aufgibt – Christen würden sagen: wer den Nächsten so liebt wie sich selbst –, kann sich als Teil eines großen Ganzen begreifen, das den Tod überdauert.

 

Ganz ähnlich hat rund 2000 Jahre später Martin Luther davon gesprochen, der Mensch müsse die Sünde des »In sich selbst verkurvt«-Seins ablegen. Allerdings propagiert der Buddhismus dazu kein höheres Wesen, keinen Gott, ja nicht einmal eine Seele oder ein wie immer geartetes Prinzip hinter den vergänglichen Erscheinungen der Welt. Im Gegenteil, die Erkenntnis der Vergänglichkeit allen Seins (und des Fehlens eines beständigen Wesenskerns unserer selbst) ist gerade der Inhalt des Erwachens und somit der Weg zur Aufhebung des Leidens. »Wenn man nicht mehr im Mittelpunkt seines eigenen Lebens steht«, sagt Richard Gere, »ist man frei.«

 

Das Beispiel des Hollywoodstars zeigt, wie diese Art religiöser Erfahrung das Leben verändern kann. Trotz seiner Erfolge als Schauspieler und Frauenheld litt Gere unter Depressionen. Eindrücklich bekam der einstige Philosophiestudent vor Augen geführt, wie wenig äußerer Erfolg mit innerem Gleichgewicht korreliert. Als er 1978, mit 29 Jahren, auf einer Nepalreise mit buddhistischem Denken in Kontakt kam, war er tief beeindruckt.

 

»Ich war damals von vielen Zweifeln zerfressen«, erzählte er einmal in einem seiner seltenen Interviews, »und der Buddhismus als Religion erschien mir der richtige therapeutische Weg, damit umzugehen.« Anders als etwa die Kabbala-Anhängerin Madonna oder Scientologe Tom Cruise, geht Gere mit seinem Glauben nicht hausieren. Sein Engagement, etwa durch die »Gere Foundation«, die tibetischen Flüchtlingen hilft, zeigt, dass es ihm tatsächlich nicht mehr darum geht, »im Mittelpunkt seines eigenen Lebens« zu stehen.

 

Viele führt der buddhistische Weg zur Frage nach den eigenen Wurzeln

 

Selbstverständlich ist es für buddhistisch Praktizierende nicht damit getan, solche Einsichten intellektuell nachzuvollziehen. Spätestens beim ersten Liebeskummer wird man merken, wie wenig rein rationales Wissen um die Relativität der eigenen Person (und des Leidens) weiterhilft. Daher betont jede buddhistische Schule die Notwendigkeit intensiver meditativer Praxis. Nur in der schonungslosen Innenschau, im »Erkenne dich selbst«, kann es allmählich gelingen, hinter eigene Denkmuster zu blicken und deren Substanzlosigkeit (ihre »Leerheit«, wie es im Buddhismus heißt) zu begreifen.

 

Wer sich dem Buddhismus also in der Absicht nähert, durch ein wenig Meditieren seine gestresste Psyche ruck, zuck wieder fit zu machen, dürfte enttäuscht werden: Buddhistische Praktiken haben gerade nicht das Ziel, unser altes Ego zu optimieren, sondern im Gegenteil dessen Struktur zu durchschauen. Ein solcher Erfahrungsprozess führt zwar am Ende zu mehr Gelassenheit und Angstfreiheit; der Weg dahin ist jedoch selten angenehm.

 

Enttäuscht werden muss auch, wer meint, der Buddhismus könne, anders als andere Religionen, nicht missbraucht werden. Richtungsstreitigkeiten, hierarchische Verkrustungen und Machtkämpfe zwischen verschiedenen Schulen gibt es auch unter den vermeintlich so entspannten Buddhisten. Selbst die Aura der Friedfertigkeit, die Buddhas Lehre umgibt, ist ein Mythos. Die buddhistische Geschichtsschreibung berichtet von aggressiven Bekehrungsstrategien – etwa bei der Missionierung der Mongolei im 16. Jahrhundert, als die dortigen Schamanen unter Druck gesetzt wurden – und kennt auch die Legitimierung von Gewalt für angeblich höhere Zwecke, wie in Sri Lanka, wo der blutige Bürgerkrieg zwischen buddhistischen Singhalesen und hinduistischen Tamilen durch die sich moralisch überlegen wähnenden Buddhisten angeheizt wurde. Solchen Beispielen hat die Zeitschrift für Religionswissenschaft eine aufschlussreiche Ausgabe gewidmet (Heft 2, 2003).

  

Die wohl erschütterndste Verirrung buddhistischer Lehrmeister dokumentiert der neuseeländische Zen-Priester Brian A. Victoria in seinem Buch Zen, Nationalismus und Krieg. Darin zeichnet er nach, wie sich im Zweiten Weltkrieg die Zen-Schulen Japans vom Nationaltaumel mitreißen ließen (ähnlich wie brave Christenmenschen im »Dritten Reich«) und die Militärmaschinerie ihres Landes aktiv unterstützten. In einer kruden Verdrehung der buddhistischen Philosophie wurde die »Ichlosigkeit« des Meditierenden zur hervorragenden Eigenschaft der japanischen Soldaten verklärt und damit am Ende die Ausbildung von Kamikaze-Piloten gerechtfertigt. Wenn diese sich mit ihren Jagdflugzeugen zu Tode stürzten, praktizierten sie angeblich in der »Verneinung des individuellen Selbst« jenen Geisteszustand, der »Ausdruck einer vollständigen Erleuchtung« sei. Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings hinzufügen, dass sich die japanischen Zen-Schulen in offizieller Form mittlerweile für ihr »wahrhaft beschämendes« Verhalten während des Krieges entschuldigt haben.

  

»Religionen sind nicht unschuldig. In jeder Religion liegt die Tendenz zur Verabsolutierung, weil sie einen letzten, absoluten Deutungsrahmen für die Welt geben will«, sagt der Religionswissenschaftler von Brück. Allerdings sieht er eine fundamentale Differenz zu anderen, monotheistischen Religionen: »Im Buddhismus ist, soweit ich das sehen kann, nie ein Krieg geführt worden, um eine dogmatische Position durchzusetzen.«

 

Denn der Buddhismus berufe sich eben nicht auf eine Offenbarung, die zu glauben sei und über die einige die Deutungshoheit haben, sondern letztlich auf Erfahrung. Und die lasse sich zwar anleiten, aber niemandem aufzwingen. Auch wenn also nicht alle buddhistisch Gläubigen im Laufe der Geschichte durchweg friedlich waren, so fällt die Bilanz des Buddhismus insgesamt doch deutlich friedlicher aus als die anderer Religionen. »Einen groß angelegten Kreuzzug gegen Ungläubige oder den blutigen Kampf gegen ›Ketzer‹ im Inneren – wie im Christentum – hat es jedenfalls im Buddhismus nicht gegeben«, resümiert von Brück.

 

Eines allerdings teilt der Buddhismus mit dem Christentum: Beide wurden in ihrem Ursprungsland verändert, aufgesogen und verdrängt und gelangten erst durch die Ausbreitung in andere Kulturkreise zu weltweiter Bedeutung. In Indien wurde Buddhas Lehre vom Hinduismus und vom Islam teils gewaltsam unterdrückt; dafür breitete sie sich in Südostasien und China aus, deren Kultur sie so tiefgreifend beeinflusste wie später, vom 13. Jahrhundert an, die japanische. Heute bekennen sich weltweit rund 450 Millionen Menschen zum Buddhismus.

 

Dass ihm hierzulande viele mit einer »gewissen Arglosigkeit« begegnen, wie die Religionswissenschaftlerin Inken Prohl von der Universität Heidelberg sagt, kommt dem Buddhismus durchaus zugute. Die neu entstehenden Schulen und Gruppen strahlen häufig eine religiöse Frische aus, die man in den etablierten Kirchen oft vermisst.

 

Für ein tieferes Verständnis kommt man allerdings um eine Auseinandersetzung mit der Tradition – der buddhistischen wie der eigenen, europäischen – nicht herum. »Der Buddhismus kommt eben nicht eingeschwebt als fremde, schöne Blüte. Er begegnet uns in einer sprachlichen wie symbolischen Übersetzung. Und wir bleiben, auch in der Meditation, immer Europäer, ob uns das passt oder nicht«, sagt Michael von Brück, der selbst Kurse in Zen-Meditation gibt.

 

Viele seiner Schüler, erzählt von Brück, würden sich erst mit den Jahren bewusst, wie sehr ihr Religionsverständnis von christlichen Vorstellungen und Begriffen (wie etwa dem der »Sünde«, den es im Buddhismus gar nicht gibt) geprägt sei. »Und daraus entspringt oft der Wunsch, die eigene Tradition besser verstehen zu wollen.« Auch Inken Prohl hat festgestellt, dass eine »lange Beschäftigung mit dem Buddhismus viele dazu bringt, sich wieder mit dem Christentum und ihren eigenen religiösen Wurzeln zu beschäftigen«.

 

Ähnlich wie der Protestantismus einst aus dem Ringen mit dem Katholizismus entstand, ist es durchaus möglich, dass im thüringischen Möhra und anderswo etwas Neues entsteht: ein europäischer Buddhismus, der das tibetische oder japanische Original nicht einfach nur überträgt, sondern dem es in Auseinandersetzung mit dem Christentum gelingt, die ursprüngliche Erfahrung Gautama Siddhartas dem Abendland in einer neuen Weise zugänglich zu machen.

 

Wie sagt doch der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh, einer der bekanntesten Lehrer im Westen? »Es geht nicht darum, Buddhist zu werden, sondern Buddha zu sein.«

Ende

Alles Gute und

Gottes reichsten Segen auf allen Ihren Wegen.

Letzte Seitenänderung: 17.07.11

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